Eine Strandszene in Sal auf den Kapverdischen Inseln zeigt rechts einen Mann mit zwei kleinen Kindern und weiter links davon zwei Männer, die Tiere aus Speckstein anfertigen, vielleicht Muscheln und Schildkröten. Sie sitzen mit dem Rücken zum Meer und warten offenbar auf Kunden, die etwas kaufen wollen. Der Mann rechts hockt auf einer blauen Decke und trägt einen leuchtend grünen Pullover und eine kurze Hose. Die Kinder sind ihm zugewandt und tragen eine grüne und eine rote Mütze, Pullover und lange Hosen. An seiner Seite liegt ein Kasten, bedeckt mit einem blauen Tuch, auf dem Stücke ausgestellt sind. Die Männer links tragen Hüte, der eine leuchtend blau, der andere becherförmig mit Ornamenten versehen. Vor sich und neben sich haben sie Steine ausgebreitet und sie halten auch welche in der Hand, um sie zu bearbeiten.
Der Himmel nimmt etwa 20 % des Bildes ein, der Horizont verläuft parallel zum Bildrand. Wasser und Strand nehmen etwa je 40 % der Fläche ein, jedoch getrennt durch eine Diagonale, die gegenüber der Horizontlinie um 30 Grad versetzt ist. Eine weitere Fluchtlinie geht vom selben Punkt am rechten Bildrand aus und ist nochmals um 30 Grad gedreht. Sie verläuft in Höhe der Köpfe. Dadurch wird Spannung erzeugt. Der Bildmittelpunkt ist vertikal genau in der Mitte zwischen Strand einerseits, Himmel und Wasser andererseits, horizontal zwischen dem Mann rechts dem Mann, der ihr am nächsten sitzt.
Barbara Bludau hat hier wieder ihre Liebe für Details ausgespielt: Die Kleidung, die Accessoires der Kunsthandwerker. Im Gegensatz dazu abstrahierend das Blaugrau des Himmels, das Blau des Wassers und die Gelb- und Ockertöne des Strandes.



