17.3.2024 | Die Reise nach Gran Canaria

Die Reise nach Gran Canaria 2023 war für Barbara Bludau verbunden mit der Teilnahme an einem Workshop. Eindrücken wurden mittels Urban Sketching eingefangen und das Künstlerinnen*-Netzwerk ausgebaut.

Das Reisen ist seit jeher Inspiration für Kunstschaffende. Das zweckfreie Reisen kam in Deutschland mit der Romantik auf. Die Ziele waren zu Fuß erreichbar, auch entferntere. Man denke an die Wanderungen von Ludwig Tieck und Wackernagel in die sächsische Schweiz, an den berühmten Reisebericht in Johann Gottfried Seumes „Spaziergang nach Syrakus“, an Heinrich Heines Reisebilder oder Friedrich Hölderlins Marsch nach Süd-Frankreich.

Später im 19ten Jahrhundert sorgten das Schiff und die Eisenbahn für Abenteuer rund um den Erdball. Gepäck für viele Monate konnte mitgeführt werden. Anders beim heutigen Fliegen. Da Barbara Bludau nur mit Handgepäck unterwegs war, kam für die Reise nach Gran Canaria nur der Skizzenblock mit kleinem Aquarell-Kasten infrage.

Die Reise nach Gran Canaria. Urban Sketching mit Aquarell-Technik in einem Skizzenblock

Geplant war die Teilnahme an einem Mal-Workshop in Gran Canaria mittels eines Skizzenblocks. Der Workshop fand dann doch nicht statt. Aber wie das so ist, lag Barbaras Hotel genau gegenüber der Galerie von Miguel Angel Lopez Salazar, einem etablierten Künstler aus Las Palmas, der über einen eigenen Youtube-Kanal verfügt. Die Galerie war mit einem Atelier kombiniert, und da herrschte bereits emsiges Schaffen einiger Künstlerinnen*.

Aufbau eines Künstlerinnen*-Netzwerkes

Wie man das von den Ländern des Südens kennt, wurde Barbara sogleich eingeladen, teilzunehmen, obwohl sie gar nicht angemeldet war. Im Anschluss luden drei der Frauen Barbara ein, mit ihnen ein Café zu besuchen. Sie hießen Estrella, Mely und Maria del Mar, genannt Mar.

Anspruchsvolle Technik

Die Aquarell-Technik ist schwierig. Jeder Pinselstrich bleibt so, wie er aufgetragen ist und kann nicht korrigiert werden. Dort, wo der Pinsel aufgesetzt wird, ist er am deutlichsten. Mit der Strichführung, meist von oben nach unten, nimmt die Farbintensität ab, sodass Aquarell-Bilder immer etwas unscharf wirken.

Nach Motiven braucht man nicht suchen, es genügt ein Blick aus dem Fenster, zumal in Las Palmas. Dort sind die Häuser bunt. Als die Familien noch Fischerei betrieben, malten sie ihre Boote als Erkennungsmerkmal in unterschiedlichen Farben an. Jede Familie hatte ihre Farbe, und so malten dann auch die Häuser an.

Neue Pläne

Über Mar lernte Barbara auch Paloma kennen, die ein Atelier in St. Agustin betreibt. In Erinnerung bleiben lange Stand-Spaziergänge und der Wunsch, dass die Reise nach Gran Canaria nicht die letzte war. Von den leicht transportierbaren Miniaturen blieb das Auge des Zebras auf der Insel zurück.

Drei Beispiele für das Urban Sketching aus Puerto de Mogán finden Sie in der Galerie.

Foto: Puerto de Mogán, Gran Canaria. – B. Bludau, 2024

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