28.6.2023 | Der Zyklus „Freundinnen“
Der Zyklus Freundinnen startete als Projekt. Nach der Fertigstellung eines Selbstportraits im Januar 2023 kam der Gedanke auf, weitere Frauen aus dem Freundeskreis zu malen.

Der Zyklus Freundinnen hat nicht den Anspruch, fotografische Ähnlichkeiten herauszuarbeiten, sondern die typische Körpersprache soll erkennbar sein. Selbst der Bildhintergrund ist nicht dem Zufall überlassen.
Unbekannte werden vielleicht fragen: Wer ist diese Frau? Wie gestaltet sich ihr Leben? Mit Absicht hat Barbara Bludau die Frauen aus dem familiären Kontext herausgelöst. Jede Frau steht zunächst für sich selbst.
Die von Beginn an als Serie konzipierten Bilder repräsentieren eine Generation von Frauen, für die Selbstbestimmung und berufliche Tätigkeit prägend war. Nicht die sprichwörtliche beste Freundin, sondern Freundinnen als Teil eines komplexen Beziehungsnetzwerkes werden dargestellt.
Zur Methodik
Der Bildaufbau beginnt jeweils mit einer Kohleskizze zur groben Dimensionierung der Figur (Phase 1), danach folgt die Ausführung des Hintergrundes (Phase 2). Dann werden die Details der Figur (Phase 3) ausgearbeitet und am Schluss folgen Anpassungen in der Farbgebung (Phase 4). Ein Portrait kann in wenigen Tagen entstehen, aber auch in Wochen.
Selbstportraits von Barbara Bludau gibt es seit dem Studium, ausgeführt meist mit Bleistift oder Kreide. Darstellungen von Gesicht und Kopf hatten Vorrang. Im Projekt „Frauen“ geht Barbara Bludau in Technik und Konzeption einen neuen Weg.